
Fotos: Stellantis/Opel
Was heute für viele der Astra ist, stellte in den 1960er Jahren der Opel Rekord dar. 1963 startete der Rekord A als Mittelklassemodell für alle, leicht überarbeitet und mit neuen Motoren folgte 1965 der Rekord B. Und schon ein Jahr darauf – vor genau 60 Jahren – präsentierte der Hersteller den Opel Rekord C. Die dritte Rekord-Generation stellte dabei fast schon eine „Neuerfindung“ der Baureihe dar. Sie war von Grund auf neukonstruiert, steigerte den Komfort und kam mit innovativen Features sowie Karosserievarianten, die Autofahrerträume wahr werden ließen.
Von Anbeginn glänzt er mit einer großen Variantenvielfalt. So ist er als zwei- und viertürige Limousine in Standard- und Luxusausführung genauso wie als drei- und fünftüriger Caravan erhältlich. Dazu kommt ein Lieferwagen und – als Star der neuen Baureihe wenige Monate später – das Coupé mit Fastback.



Technikinnovation des Rekord C
Unter der Haube des Rekord arbeiten moderne Vier- und Sechszylinder-CIH-Motoren mit einer im Zylinderkopf angeordneten Nockenwelle. Das Portfolio erstreckt sich über acht Triebwerke, die vom 1,5-Liter- bis zum 2,2-Liter-Antrieb Leistungen von 43 kW (58 PS) bis 78 kW (106 PS) bieten. „Maßgebend für die ungeheure Vielfalt“, so die Opel-Verantwortlichen damals, „ist einzig allein das Motiv: dem sparsamen Käufer bis zum sehr anspruchsvollen Interessenten seine individuellen Wünsche zu befriedigen.“
Schon die Einstiegsvarianten glänzen mit innovativen Features und Sicherheitsmerkmalen, die zur damaligen Zeit alles andere als selbstverständlich sind. Dazu zählt das moderne Fahrwerk des Rekord C: Vorne wurde die Spurweite von 1.325 auf 1.400 Millimeter vergrößert, eine bessere Dämpfung erhöht sowohl den Fahrkomfort als auch die Sicherheit. Die großen Veränderungen finden sich jedoch im Heck. So kommen bei der Hinterachse keine Blattfedern mehr zum Einsatz, sie wird nunmehr durch Schraubenfedern abgestützt und von Doppel-Längslenkern und einem Panhardstab geführt. Damit ist der Rekord C der erste Opel mit Schraubenfedern an der Hinterachse. Die vorn obligatorischen Stabilisatoren sind hinten optional verfügbar.

Dazu setzt der Rekord weitere Maßstäbe: Er ist das einzige Fahrzeug seiner Klasse, bei dem alle Varianten serienmäßig mit einem Zweikreisbremssystem ausgestattet sind und ein Bremskraftverstärker das rasche Verzögern des Fahrzeugs erleichtert. Für mehr Passagierkomfort sorgen neben den gewachsenen Längen- und Breitenmaßen im Innenraum außerdem Features wie das neue Heizungssystem, das es ermöglicht, „ungeheizte oder geheizte Frischluft sowie Mischluft, das heißt temperierte Frischluft, in den Wagen zu leiten. Der Fahrwind saugt die verbrauchte Innenluft durch die hinteren Luftaustrittsschlitze ab.“ Ein für damalige Verhältnisse höchst fortschrittliches System.
Echter Verkaufsschlager: Rekord C wird zum ersten „Opel-Millionär“

Mit seinem Design, seiner Vielfalt und seinen innovativen Technologien wird der Rekord C zum Verkaufsschlager. Bis zum Produktionsende im Dezember 1971 rollen mehr als 1,25 Millionen Rekord C vom Band. Damit durchbricht der Rekord C als erstes Modell der Marke die Millionengrenze und erzielt einen neuen Höchstwert bei den Mittelkasse-Modellen von Opel.
Der Rekord C wird so ab Ende der 1960er Jahre zum Auto, das bis heute für Freiheit, Freundschaft und viele Erinnerungen steht.
