Carat-Gruppe rechnet mit zehn Prozent Wachstum bei Nfz-Teilen

Stephan Bens, Director Category Management, wagte auf dem Nfz-Symposium in Oberhausen eine optimistische Prognose.
Foto: Ingo Jagels / PSN

Die Carat-Gruppe lädt Partner und Nfz-Großhändler traditionell zum vorweihnachtlichen Branchentreffen ein. Das Nfz-Symposium der Teilehandelskooperation bietet den idealen Rahmen, um das beinahe abgelaufene Jahr gemeinsam Revue passieren zu lassen und über aktuelle Entwicklungen in der Nutzfahrzeugbranche zu sprechen. Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung in das Topgolf Oberhausen gefolgt.

In seinen Begrüßungsworten blickte Stephan Bens, Director Category Management & Marketing der Carat, auf das zurückliegende Geschäftsjahr zurück: „Unser Umsatz liegt über dem Vorjahr – das ist eine gute Nachricht, auch wenn unsere Erwartungen sicherlich höher waren.“ Positiv hat sich nach seinen Worten die Verfügbarkeit bei den Lieferanten entwickelt. „Viele Teile sind mittlerweile wieder schneller lieferbar. Das löst einen gewissen Preiskampf aus.“

Für das Jahr 2026 hat sich das Management der Teilehandelskooperation zumindest bei Nfz-Teilen ein deutliches Wachstum vorgenommen. Stephan Bens: „Wir rechnen hier mit einem Plus von zehn Prozent.“ Im Pkw-Bereich fällt die Prognose zurückhaltender aus. Hier könnte es 2026 ein Ergebnis auf Vorjahresniveau geben.

Datenqualität als Schlüssel für Effizienz und Kundenzufriedenheit

Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die Datenqualität im Handel mit Nfz-Ersatzteilen. Frederik Stöckle, Teamleiter IT-Datenmanagement der Carat, sprach über die Herausforderungen und Probleme, die bei unvollständigen oder fehlerhaften Produkt- und Fahrzeugdaten entstehen können. Neben unzufriedenen Kunden sei vor allem der hohe interne Aufwand im Datenmanagement der Teilehändler zu nennen. Informationen müssten manuell nachrecherchiert, korrigiert oder zugeordnet werden.

Anhand von Best-Practice-Beispielen zeigte er auf, welche Qualitätsstandards die Kunden heute erwarten: Die Daten müssen präzise, konsistent, schnell verfügbar und eindeutig zuzuordnen sein. Stöckle appellierte in diesem Zusammenhang an die Lieferanten, die Datenpflege ihrer Markenprodukte kontinuierlich zu unterstützen und so gemeinsam zur Prozessoptimierung beizutragen.

Paul Weiser vom Carat-Gesellschafter Scholz aus Oberhausen ergänzte aus der Praxis: „Datenqualität ist längst kein technisches Nischenthema mehr, sondern ein zentraler Hebel für Servicequalität, Effizienz und wirtschaftlichen Erfolg.“ Fehlende oder unklare Daten würden hingegen zu Verzögerungen, Fehlbestellungen und Umsatzverlusten führen.

Der Performance-Award der Carat-Gruppe ging an die Firma Gates. Auf dem Foto zu sehen sind Stephan Bens (Carat) zusammen mit den Vertreter der Gates GmbH, Christopher Schmurr, Marcus Hähner und Markus Sandbichler (von links). Foto: Carat

Carat Awards 2025: Auszeichnung für Spitzenleistungen

Traditionell werden auf dem Nfz-Symposium die „Carat Awards“ für herausragende Lieferantenleistungen verliehen. Folgende Firmen waren im aktuellen Durchgang erfolgreich:

  • Den Marketing-Award gewann Liqui Moly für eine „starke Markenführung“ und eine ebenso „kreative wie kontinuierliche Präsenz“.
  • Für ihre „exzellenten operativen Abläufe und eine kompromisslose Qualität“ wurde die Firma Gates mit dem Performance-Award ausgezeichnet.
  • Zum „Supplier of the Year“ wurde die Firma Hengst Filtration ernannt, die im vergangenen Geschäftsjahr durch eine „beeindruckende Innovationskraft und eine konstant zuverlässige Lieferperformance“ herausragte.

„Diese Auszeichnungen unterstreichen, wie wichtig verlässliche Partnerschaften und innovative Ansätze für den gemeinsamen Erfolg sind“, unterstrich Stephan Bens. Gerade in bewegten Zeiten würden solche Leistungen einen wesentlichen Beitrag für die gesamte Branche leisten.

Nach dem offiziellen Teil bot der benachbarte Weihnachtsmarkt Raum für Networking und persönliche Gespräche. Der abschließende Topgolf-Wettbewerb sorgte für Teamgeist und Unterhaltung.


Der „Supplier of the Year“ ist die Firma Hengst. Stephan Bens (Carat) neben Alexander Eberitsch, Anja Rother und Guido Schneider von der Hengst SE (von links). Foto: Carat

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