
Foto: Fuchs SE
Der Schmierstoffspezialist Fuchs übernimmt das türkische Joint-Venture Opet–Fuchs. Ziel ist Stärkung der Präsenz in der Türkei.
Das Joint Venture Opet Fuchs wurde ursprünglich 2005 gegründet und konzentrierte sich seinerzeit ausschließlich auf das Industriegeschäft. An OPET selbst sind mit jeweils 50 Prozent die Familie Öztürk und die KOC-Gruppe beteiligt, der größte Industrie- und Servicekonzern der Türkei. 2011 wurde das Joint Venture durch die Integration des Automotive Schmierstoffgeschäftes erweitert und bietet seither das komplette Schmierstoffportfolio von Fuchs an. 2019 wurde ein neues Werk in Aliaga (Izmir) errichtet.
Künftig: Fuchs Lubricants Türkiye
Nun übernimmt die Fuchs-Gruppe die bislang von OPET gehaltenen 50 Prozent der Anteile des Joint Ventures mit Hauptsitz in Istanbul. Damit wird Fuchs künftig Alleinanteilseigner an dem Unternehmen, das fortan unter dem Namen Fuchs Lubricants Türkiye firmieren wird.
„Der türkische Markt ist aufgrund seines Volumens, der industriellen Basis und seiner Wachstumsperspektiven für uns von hoher strategischer Bedeutung“, erklärt Dr. Ralph Rheinboldt, im Fuchs-Vorstand zuständig für die EMEA-Region (Europe, Middle East and Africa). Die Türkei spielt für Fuchs eine zentrale Rolle sowohl in den Bereichen Industrie, OEM, Mining als auch im Automotive Aftermarket. „Mit der vollständigen Übernahme können wir strategische Entscheidungen schneller und konsequenter umsetzen als bisher und damit Wachstumschancen besser nutzen“, sagt Rheinboldt.
„Durch die enge Anbindung an die KOC-Gruppe profitieren wir heute sowohl von starkem Prozess- und Digitalisierungs-Know-how als auch von einer gewachsenen, vertrauensvollen Kundenbasis.“ so Christian Ohligmacher, Regional Vice President Central & Eastern Europe, Middle East & Türkiye. Auch nach der Übernahme wollen die bisherigen Joint‑Venture‑Partner die gewachsene, partnerschaftliche Geschäftsbeziehung fortsetzen.
Das Joint-Venture in der Türkei beschäftigt derzeit rund 250 Mitarbeiter und erwartet im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von circa 100 Millionen Euro. Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende April 2026 erwartet.
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