Neustart für die Westfalia-Automotive Group

Erst die Übernahme durch Horizon Global, dann der Weiterverkauf an die First Brand Group – die vergangenen Jahre waren sehr wechselhaft für Westfalia. Jetzt stellt sich der Spezialist für Anhänge- und Transportlösungen neu auf.
Der Hauptsitz der neuen Westfalia Automotive Group in Rheda-Wiedenbrück. Der Schriftzug von Horizon Global wird dort nicht mehr lange zu sehen sein. Foto: Westfalia Automotive

Mit der Gründung der „Westfalia-Automotive Group“ beginnt für einen der führenden europäischen Anbieter von Anhänger- und Transportlösungen ein neues Kapitel. Das traditionsreiche Unternehmen aus Rheda-Wiedenbrück, das in den vergangenen Jahren unter dem Namen Horizon Global Europe firmierte, gab jetzt den Abschluss einer Übertragungsvereinbarung bekannt, die den Start unter neuer Eigentums- und Führungsstruktur markieren soll.

Damit wird ein Schlussstrich unter die wechselvolle Geschichte des Unternehmens in den vergangenen Jahren gezogen. So wurde Westfalia Automotive vor zehn Jahren an den amerikanischen Hersteller von Anhängevorrichtungen Horizon Global Corporation verkauft. Im Jahr 2023 folgte der Weiterverkauf an die First Brand Group. Der US-amerikanische Autozulieferer und Ersatzteilhersteller hat in den vergangenen Jahren ein ganzes Sammelsurium an Unternehmen und Marken unter seinem Dach zusammengestellt. Dazu zählen neben Westfalia Automotive unter anderem der Leuchtmittelhersteller Ultinon Motion (früher: Lumileds) mit der Marke Philips sowie Trico Wischblätter.

Tausende europäische Arbeitsplätze werden gesichert

Nach der spektakulären Insolvenz der First Brand Group im Herbst 2025, bei der es in erheblichem Maße Veruntreuungen gegeben haben soll, soll die Gründung der Westfalia Automotive Group unter neuer Führung und Eigentumsstruktur nun einen Neuanfang für das Unternehmen markieren. „Die Abspaltung und das Rebranding ermöglichen nicht nur den Erhalt von Unternehmenswerten, sondern sichern vor allem tausende europäische Arbeitsplätze in der Produktion sowie die Zukunft des Unternehmens“, erklärt Michael Scott, Independent Director der Westfalia-Automotive Group. Zugleich solle die Position als Premiummarke in der Anhängerindustrie weiter gestärkt werden.

Im Zuge der Neuausrichtung soll in den kommenden Wochen ein neues Markenbild entstehend und schrittweise in der gesamten Organisation eingeführt werden. Tomasz Sgaslik, General Manager der Gruppe, unterstreicht die Prioritäten: „Als Erfinder der Anhängerkupplung und europäischer Hersteller legen wir größten Wert auf den Kundenservice und die Lieferung hochwertiger Produkte. Unser Ziel ist es, das Vertrauen unserer Partner aufzubauen und eine neue Ära der Fertigungsqualität in der Automobilbranche einzuleiten.“

Die Westfalia-Automotive Group ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Hersteller von Anhängerkupplungen und Fahrradträgern für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Das Unternehmen beliefert Automobilhersteller, Großhändler und Händlernetzwerke und vereint bekannte europäische Marken in der Anhängerbranche wie Westfalia-Automotive, Siarr und Witter-Towbars unter einem Dach.

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