
Der US-amerikanische Kfz-Ersatzteilhändler Genuine Parts Company (GPC) will seine Geschäftsbereiche Automotive und Industrie in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen auftrennen. Das gab das Unternehmen mit Hauptsitz in Atlanta, Georgia, in einer aktuellen Mitteilung bekannt. Die Aufspaltung in die „Automotive Parts Group“ („Global Automotive“) und die „Industrial Parts Group“ („Global Industrial“) soll bis zum ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein. Auf dem europäischen Markt ist die GPC über ihre Tochtergesellschaft Alliance Automotive Group (AAG) vertreten. Zur deutschen Niederlassung der AAG gehören nach mehreren Übernahmen in den vergangenen Jahren die Großhändler Coler, Busch, Hennig, Knoll und Voigt.
„Im letzten Jahrzehnt haben wir uns eine führende globale Präsenz aufgebaut, unser Geschäftsportfolio vereinfacht und strategische Investitionen beschleunigt, um unser Geschäft auszubauen“, erklärt Will Stengel, designierter Vorsitzender und CEO der GPC. „Die Schaffung zweier fokussierter, unabhängiger Unternehmen optimiert die Kunden- und Marktausrichtung, erhöht die Transparenz und Geschwindigkeit, vereinfacht die Abläufe und ermöglicht gezielte, unternehmensspezifische Investitionen zur Wertschöpfung.“ Weitere Details zu den operativen und strategischen Plänen sollen im Rahmen der Investorentage in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorgestellt werden.
Die Genuine Parts Company ist nach eigenen Angaben das größte globale Netzwerk von Kfz-Ersatzteilen und Kfz-Reparaturzentren. Aktiv ist das Unternehmen in Nordamerika, Europa, Australien und Neuseeland. Vertrieben werden die Produkte auf dem Kfz-Ersatzteilmarkt unter anderem unter den Marken „Napa“ und „Repco“. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Gruppe einen Umsatz von gut 15 Mrd. US-Dollar (12,72 Mrd. Euro) und ein Ebitda von 1,2 Mrd. US-Dollar (1,02 Mrd. Euro). Zum globalen Netzwerk zählen rund 10.000 Standorte und 20.000 Werkstätten.
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