
Der US-amerikanische Ersatzteilhändler LKQ konnte im Geschäftsjahr 2025 seinen Wachstumkurs der Vorjahre nicht fortsetzen. So erwirtschaftete die Unternehmensgruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz 13,7 Mrd. US-Dollar (11,63 Mrd. Euro). Gegenüber 2024 war das ein Rückgang von 1,3 Prozent.
Der Umsatz mit Ersatzteilen und Serviceleistungen sank laut den aktuell veröffentlichten Zahlen um 1,5 Prozent. Dieser Wert beinhaltete einen organischen Umsatzrückgang von 2,7 Prozent, einen währungsbedingten Anstieg von 1,7 Prozent sowie die Nettoauswirkungen von Akquisitionen und Veräußerungen, die den Umsatz um weitere 0,5 Prozent reduzierten, heißt es aus dem Unternehmen. Auch beim Jahresüberschuss wurden die Werte des Vorjahres nicht erreicht. Im Geschäftsjahr 2025 lag dieser bei 596 Mio. US-Dollar (505,91 Mio. Euro), verglichen mit 666 Mio. US-Dollar (565,32 Mio. Euro) im Jahr 2024.
Strategische Initiativen gestartet
„Trotz des Gegenwinds in Europa haben wir unsere Abläufe weiter vereinfacht, um eine nachhaltige Margenverbesserung zu erzielen und angrenzende Marktchancen zu nutzen. Das europäische Führungsteam hat die Produktivität weiter gestärkt, um eine angemessene Kostenstruktur im Jahr 2026 zu gewährleisten“, erklärt Justin Jude, Präsident und CEO von LKQ.
Für die Zukunft hat sich der Ersatzteilhändler, der auf dem deutschen Markt über die Firmen Stahlgruber, PV Automotive und Neimcke vertreten ist, eine Reihe von strategische Initiativen vorgenommen – nicht zuletzt, um den Shareholder-Value zu steigern. Folgende Themen werden dabei genannt:
- Vereinfachung des Geschäftsportfolios und der Betriebsabläufe.
- Veräußerung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Vermögenswerten und Steigerung der Effizienz. So wurde im Oktober 2025 der Verkauf des Geschäftsbereichs Selbstbedienung („Pick your Part“) abgeschlossen. Darüber hinaus kündigte LKQ im Dezember an, den Verkauf des Geschäftsbereichs Spezialprodukte prüfen zu wollen.
- Globale Ausweitung des schlanken Betriebsmodells, um Produktivität, Effizienz und Entscheidungsfindung zu verbessern. 2025 erzielte LKQ nach eigenen Angaben bedeutende Fortschritte mit dem Programm zur Optimierung des Sortiments.
- Schließlich möchte LKQ weiter in sein Kerngeschäft investieren, um ein überdurchschnittliches Wachstum zu erzielen und Marktanteile zu gewinnen. In diesem Zusammenhang verweist man darauf, trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Nordamerika Marktanteile hinzugewonnen zu haben. Zudem sei das Geschäft mit Komplettteilen gewachsen.
In seinem Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 geht das Unternehmen mit Hauptsitz in Chicago, Illinois, von einem organischen Umsatzwachstum im Bereich Teile und Service von 0,5 bis 1,5 Prozent aus.
Bleiben Sie immer einen Schritt voraus: Mit dem Newsletter von Parts & Service News erhalten Sie exklusive Branchen-Insights, aktuelle Marktentwicklungen und praxisnahe Tipps – einmal die Woche direkt in Ihr Postfach. Unter diesem Link jetzt kostenlos abonnieren!



