
Bosch erweitert sein Angebot an aktiven Lenkungskomponenten für Nutzfahrzeugwerkstätten. Mit hydraulischen und elektrohydraulischen Lenksystemen für den Aftermarket reagiert der Hersteller auf die steigende Nachfrage aus dem freien Handel.
Das elektrohydraulische Lenksystem „Servotwin“ (links im Bild) kombiniert eine Servolenkung mit elektrischer Unterstützung und schafft damit die Voraussetzungen für Fahrerassistenzsysteme und automatisierte Fahrfunktionen. Der Wegfall der Hydraulik erleichtert Lkw-Herstellern die Platzierung im Fahrzeug, da die Servopumpe und Verrohrung sowie deren Wartung entfallen. Da Fahrerassistenzsysteme Zugriff auf die Lenkung benötigen, ist der Wandel hin zu leistungsstarken, elektrisch angesteuerten Lenkgetrieben vorbestimmt.
Das Programm wird durch elektrohydraulische Hinterachslenkungen ergänzt. Diese sollen insbesondere bei großen Nutzfahrzeugen die Wendigkeit erhöhen und das Rangieren erleichtern. Sie verbessern die Wendigkeit großer Nutzfahrzeuge und erleichtern das Rangieren auf engem Raum. Bei dieser Technik berechnet eine Steuerung basierend auf dem Lenkeinschlag der Vorderachse, wie stark die Hinterachse lenken muss. Ein Elektromotor erzeugt über eine Pumpe den erforderlichen Öldruck. Dieser bewegt einen Zylinder, der die Hinterräder lenkt. Werkstätten profitieren von diesem erweiterten Angebot für moderne Nutzfahrzeugplattformen. Die neuen Lenkungskomponenten sind ab August 2026 verfügbar.



