
Der zunehmende Einsatz von Stellmotoren, Sensoren und Aktoren in modernen Fahrzeugen verändert nicht nur die Arbeit in Werkstätten, sondern stellt auch die Wiederaufbereitung vor neue Herausforderungen.
Der dänische Aufbereiterbaut deshalb seine Kompetenzen auf diesem Gebiet aus. Im Oktober 2026 soll im polnischen Wrocław ein neues Reverse-Engineering-Labor unter dem Namen RE:LAB eröffnet werden. RE:LAB ist ein Kunstwort aus den beiden Begrrife Reverse-Engineering und Laboraty. Zu deutsch steht der Name für Nachkonstruktion und Labor.
Das geplante Labor soll insbesondere das Reverse Engineering von Fahrzeugsoftware vorantreiben und damit auch die Prüfung und Entwicklung wiederaufbereiteter Komponenten unterstützen. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um eine strategische Investition, mit der technologische Kompetenzen gestärkt und das Produktportfolio erweitert werden sollen.
„Die Einrichtung des RE:LAB ist ein wichtiger Schritt, um unsere technologischen Kompetenzen zu stärken und die Borg Automotive Group auf die zunehmende Komplexität softwaregestützter Fahrzeugkomponenten vorzubereiten“, erklärt CEO Jesper Møberg.
Unterstützung bei Einbau und Katalogisierung
Das RE:LAB soll allerdings nicht ausschließlich Forschungsaufgaben übernehmen. Geplant ist eine enge Zusammenarbeit mit anderen Bereichen der Unternehmensgruppe. Das Know-how des Teams soll beispielsweise beim Einbau wiederaufbereiteter mechatronischer Produkte in Fahrzeuge sowie bei der Katalogisierung entsprechender Komponenten zum Einsatz kommen.
Für diese Aufgaben stattet Borg das Zentrum mit moderner Technik aus. Vorgesehen sind unter anderem moderne Messsysteme, spezielle Werkstattausrüstung für den Einbau von Komponenten in Fahrzeuge und Werkzeuge zur Analyse der Fahrzeugkommunikation. Neben Büroarbeitsplätzen entstehen Laborflächen für praktische Versuche und technische Untersuchungen.
Mit dem neuen Standort trägt Borg Automotive damit einer Entwicklung Rechnung, die auch für den freien Ersatzteilmarkt zunehmend relevant wird: Bei modernen mechatronischen Komponenten reicht die Beherrschung der Hardware allein immer weniger aus. Für deren Prüfung und Wiederaufbereitung wird zunehmend auch ein detailliertes Verständnis der Software, der Steuergerätekommunikation und des Zusammenspiels verschiedener Fahrzeugsysteme benötigt.



