
Foto: Tokić Group
Die Tokić Group baut ihr Geschäft in Slowenien weiter aus. Der kroatische Teilehändler hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme des slowenischen Nutzfahrzeugteilehändlers SAG Slowenien unterzeichnet. Dieser tritt am Markt unter der Marke Matik auf. Verkäufer ist der Schweizer Mutterkonzern Swiss Automotive Group AG (SAG).
Seit 2012 Teil der SAG-Gruppe
Matik gehörte seit 2012 zur Swiss Automotive Group. Der Schweizer Teilehändler hatte die Matik Handels GmbH, die sich damals im Besitz der Familie Koch befand, zum 1. Januar 2012 übernommen. Zum Zeitpunkt der Übernahme verfügte der Nutzfahrzeugteilehändler über sieben Standorte in Österreich und zwei in Slowenien. Die slowenische Tochtergesellschaft war bereits Mitte der 1990er-Jahre gegründet worden. 2022 wurde das dortige Matik-Geschäft mit SAG SLO zusammengeführt und firmiert seitdem unter dem Namen SAG SLO d.o.o. Heute, rund 14 Jahre später, gibt die SAG das Slowenien-Geschäft an Tokić weiter.
Matik ist auf Ersatzteile für Nutzfahrzeuge, Lastwagen und Busse spezialisiert und betreibt Standorte in Ljubljana, Maribor und Koper. Das Unternehmen beschäftigt 28 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen operativen Umsatz von 7,2 Millionen Euro. Die Wurzeln der Marke reichen bis ins Jahr 1969 zurück, auf dem slowenischen Markt ist Matik seit rund 30 Jahren vertreten.
Regionale Expansionsstrategie
Für die Tokić Group ist die Transaktion ein weiterer Schritt ihrer regionalen Expansionsstrategie. Unter den beiden Namen Tokić und der Partnermarke Bartog betreibt die Gruppe ein Netz von mehr als 120 Filialen. Bereits 2020 hatte das Unternehmen den slowenischen Anbieter Bartog übernommen. Dessen Umsatz hat sich seit der Übernahme verdoppelt nach Unternehmensangaben verdoppelt.
Die jetzt vereinbarte Übernahme soll insbesondere das Geschäft mit Ersatzteilen für Nutzfahrzeuge stärken und Synergien mit dem bestehenden Vertriebsnetz in Kroatien und Slowenien schaffen. Die Übernahme ist Teil der Wachstumsstrategie, die Tokić im Zusammenhang mit seinem für November 2025 geplanten Börsengang vorgestellt hat. Neben regionalen Akquisitionen sieht diese Strategie Investitionen in Logistik, Vertrieb und Technologie vor.
„Diese Übernahme ist eine logische Fortsetzung unseres Wachstums und unserer Präsenz auf dem slowenischen Markt“, erklärte Tokić-Group-Chef Ivan Santoric. Matik verfüge über „großes Potenzial“, Fachwissen und ein erfahrenes Team.
Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen. Angaben zum Kaufpreis machten die Unternehmen nicht.
