
Im Mittelpunkt der diesjährigen Messeausgabe stehen dabei unter anderem Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, neue Werkstatttechnologien und nachhaltige Reparaturkonzepte.
Mit rund 4.400 Ausstellern, einem Plus von etwa fünf Prozent gegenüber der vorherigen Veranstaltung 2024, ist die Automechanika Frankfurt auch 2026 der zentrale Treffpunkte für den Automotive Aftermarket. Das ausgebuchte Messegelände umfasst rund 300.000 Quadratmeter. Hersteller, Zulieferer, Werkstattausrüster und Dienstleister aus mehr als 80 Ländern präsentieren in 12 Hallen Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Neben klassischen Ersatzteilen und Werkstattausrüstung rücken dabei zunehmend auch neue Technologien in den Vordergrund. An zahlreichen Ständen sind Roboter und automatisierte Lösungen zu sehen, die Werkstätten im Alltag entlasten sollen. Gleichzeitig verändern Elektromobilität, vernetzte Fahrzeuge und neue Assistenzsysteme die Anforderungen an Werkstätten und Teilehersteller. Diese stellen sich den Herausforderungen eines älter und immer breiter werdenden Fahrzeugparks mit smarten Lösungen und neuen Konzepten. Auch die Nachhaltigkeit und die Wiederaufbereitung von Komponenten rücken stärker in den Fokus der Branche.
Innovation Awards mit Rekordbeteiligung

Einen Überblick über einige der interessantesten Neuheiten der Messe geben seit 1996 die Automechanika Innovation Awards. Für die diesjährige Ausgabe wurden insgesamt 185 Produkte und Lösungen eingereicht – so viele wie noch nie. Die 17-köpfige internationale Expertenjury wählte daraus zunächst 47 Finalisten und schließlich die Gewinner in zehn Kategorien aus.
Bei der Bewertung spielten neben dem eigentlichen Innovationsgrad unter anderem Wirtschaftlichkeit, Anwendernutzen, Funktionalität und Relevanz für den Aftermarket eine Rolle. Auch Sicherheit, Qualität, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit flossen in die Entscheidung ein. Drei der ausgezeichneten Lösungen stehen besonders für die derzeitige Entwicklung in Werkstatt, Fahrzeugtechnik und Digitalisierung.

Foto: Ingo Jagels / PSN


Foto: Ingo Jagels / PSN
So überzeugte in der Kategorie „Smart Workshop & Service Solutions“ Maha mit Maia, einem vollautonomen Fahrzeuginspektionsroboter, der verschiedene Prüfungen vom Karosserie-Scan bis zur Achsvermessung in einem Durchlauf kombiniert.
Meyle erhielt den Award in der Kategorie „Advanced Parts & Vehicle Technologies“ für die Meyle HD-Bremsscheibe, die mit verbessertem Verschleiß- und Korrosionsschutz eine längere Haltbarkeit und geringere Bremsemissionen ermöglichen soll.
In der Kategorie „AI Solutions & Digitalisation“ wurde Bosch für den Esitronic AI Assistant ausgezeichnet. Der KI-Assistent unterstützt Werkstattmitarbeiter mit einer chatbotartigen Suche bei Fehlersuche und Reparatur und soll insbesondere die Suche nach relevanten Informationen und Dokumenten beschleunigen.
Die drei ausgezeichneten Lösungen könnten unterschiedlicher kaum sein: ein autonomer Inspektionsroboter, eine weiterentwickelte Bremsscheibe und ein KI-Assistent für die Fahrzeugdiagnose. Gemeinsam zeigen sie jedoch, wie breit Innovation im Automotive Aftermarket inzwischen verstanden wird.

Foto: Ingo Jagels / PSN
Während zahlreiche Unternehmen daran arbeiten, mechanische Komponenten hinsichtlich ihrer Lebensdauer, Emissionen und Wirtschaftlichkeit weiterzuentwickeln, befassen sich andere mit der Automatisierung und digitalen Systemen, die zunehmend in klassische Werkstattprozesse integriert werden. Künstliche Intelligenz hält in nahezu allen Produktgruppen Einzug, sei es bei der Auswahl von Ersatzteilen, als Hilfe bei der Anwendung oder als digitales Produkt selbst.



