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Nach Zustimmung des Kunden werden dem Ford-Partner unter anderem Fahrzeugwarnungen, anstehende Serviceintervalle, der Ölzustand und verfügbare Software-Updates angezeigt. Auf dieser Grundlage können Händler ihre Kunden proaktiv kontaktieren, Werkstatttermine koordinieren und benötigte Ersatzteile im Voraus disponieren.
Laut Ford lassen sich dadurch die Ausfallzeiten von Flottenfahrzeugen um bis zu 50 Prozent reduzieren. Grundlage dieser Angabe ist ein Pilotprojekt mit 16 Handelspartnern in Deutschland und Österreich, bei dem mehr als 2.800 Fahrzeuge von über 250 Gewerbekunden betreut wurden.
Kleine Unternehmen oder Flottenmanagement profitieren
Technisch gesehen stellt das System jedoch weniger eine Innovation als eine Erweiterung bestehender Telematikdienste dar. Vernetzte Nutzfahrzeuge liefern bereits seit Jahren ihre Fahrzeugdaten. Neu ist, dass diese Informationen nun gezielt den Ford-Händlern zur Verfügung stehen. Damit können sie das Wartungsmanagement kleinerer Flotten übernehmen. Insbesondere Unternehmen ohne eigenes Flottenmanagement könnten davon profitieren, da der lokale Partner sich selbstständig meldet, wenn ein Service ansteht oder Fehler auftreten. Dies ist besonders bei Fahrzeugen von Vorteil, die durch viele wechselnde Fahrer genutzt werden.
An der eigentlichen Instandhaltung ändert das neue Angebot nichts. Zwar können die gemeldeten Fehler dazu beitragen, den Wartungszustand zu erhalten, wesentliche Komponenten wie Fahrwerk, Reifen, Nebentrieb und weite Teile der Bremsanlage sind nicht digital überwacht. Die Softwarelösung dient daher in erster Linie dazu, Serviceprozesse besser zu planen und durch eine engmaschigere Überprüfung beim Händler ungeplante Werkstattaufenthalte möglichst zu vermeiden.
Service direkt beim B2B-Kunden
Parallel zur Monitoring-Software baut Ford Pro seine mobilen Servicedienstleistungen aus. Mittlerweile sind bundesweit 93 mobile Servicefahrzeuge im Einsatz, die einen Großteil der geplanten Wartungsarbeiten direkt beim Kunden durchführen können. Bei Flotten ab 50 Fahrzeugen kommen die Servicetechniker direkt zum Unternehmen und führen klassische Wartungs-, Service- und Garantiearbeiten vor Ort durch. Dazu gehören beispielsweise Ölwechsel, Bremsenservice, der Austausch von Starterbatterien, Glasarbeiten und weitere Reparaturen, die keine Hebebühne erfordern.

