
Der Aftermarket-Bereich von Forvia-Hella erweitert sein Bremsenprogramm um Anwendungen für schwere Nutzfahrzeuge. Erstmals bietet Hella unter der eigenen Marke Bremsbeläge für Lkw, Busse und Anhänger an. Das neue Sortiment ist ab sofort weltweit verfügbar und wird auf der Automechanika in Frankfurt dem internationalen Fachpublikum präsentiert.
Zum Marktstart umfasst das Programm 58 Referenzen und deckt laut dem Unternehmen eine breite Palette an Anwendungen und Modellvarianten ab. Hella richtet sich damit insbesondere an Flottenbetreiber, den Teilegroßhandel und Nutzfahrzeugwerkstätten.
„Unter der starken Marke Hella weiten wir unser Bremsportfolio konsequent aus. Wir beginnen mit Bremsbelägen für Lkw, Busse und Anhänger und werden das Sortiment schrittweise erweitern“, erklärt Dr. Marcel Wiedmann, Leiter des globalen Aftermarketgeschäfts bei Forvia Hella. Mit dem Schritt wolle das Unternehmen seine Erfahrungen aus dem Pkw-Bremsengeschäft auf den Nutzfahrzeugbereich übertragen und zusätzliche Kundengruppen erschließen.
Für hohe Belastungen ausgelegt
Die neuen Bremsbeläge sind speziell für die thermischen und mechanischen Beanspruchungen im Fernverkehr ausgelegt. Durch die anwendungsspezifische Abstimmung der Reibmaterialien sollen eine hohe Bremsleistung und Lebensdauer sowie ein hoher Fahrkomfort gewährleistet werden. Soweit für die jeweilige Anwendung erforderlich, liefert das Unternehmen die Bremsbeläge inklusive Zubehör.
Ausbau des Bremsengeschäfts
Seit 2024 vertreiben die Lippstädter ihre Bremsenprodukte unter eigenem Markennamen. Zuvor war das Bremsengeschäft Teil eines Joint Ventures. Das Aftermarket-Portfolio umfasst inzwischen unter anderem Bremsbeläge, Bremsscheiben, Bremshydraulik, Bremsflüssigkeiten, chemische Produkte und Bremselektronik.
Laut Unternehmensangaben deckt das bestehende Bremsbelagprogramm mehr als 90 Prozent des europäischen Fahrzeugbestands an Elektro- und Hybridfahrzeugen ab. Bei Bremsscheiben gibt das Unternehmen eine Abdeckung von mehr als 85 Prozent an. Mit den neuen Bremsbelägen für schwere Nutzfahrzeuge wird das bestehende Programm für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge ergänzt. Gleichzeitig soll das Nutzfahrzeugsegment einen zusätzlichen Beitrag zum Wachstum des Aftermarket-Geschäfts leisten.

