Knorr-Bremse und Wesp-Gruppe gründen Joint-Venture

Die Entwicklung digitaler Services für die Nutzfahrzeugindustrie weiter vorantreiben – das ist das Ziel des neuen Joint-Ventures "Wesp CV".
Der Hauptsitz von Knorr-Bremse in München
Mit einem neuen Joint-Venture möchte Knorr-Bremse die Effizienz von Nfz-Werkstätten weiter steigern. Foto: Knorr-Bremse

Hinter dem Gemeinschaftsprojekt Wesp CV. stehen die Münchener Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH mit einem Anteil von 51 Prozent und die niederländische Wagh B.V. (Wesp-Gruppe), die die restlichen 49 Prozent hält. Seinen Sitz soll das neue Unternehmen dem Vernehmen nach in Deutschland haben.

Inhaltlich im Fokus steht laut aktueller Pressemitteilung der datengestützte Vergleich von kommerziellen Leistungskennzahlen von Werkstätten. Ziel sei es, die Effizienz der teilnehmenden Betriebe weiter zu steigern.

„Datenbasierte Entscheidungen“

„Die Gründung von Wesp CV markiert den nächsten Meilenstein hin zu einem ganzheitlichen und effizienten Nutzfahrzeug-Aftermarket-Ecosystem. Das Gemeinschaftsunternehmen vereint die Expertise von Wesp in digitalen Services für Werkstätten und die Expertise von Knorr-Bremse im Nutzfahrzeugmarkt“, erklärt Alexander Wagner, Vice President Global Aftermarket/TruckServices, Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH. „Wir möchten Werkstätten für Nutzfahrzeuge mit datenbasierten Beratungsleistungen unterstützen und so dabei helfen, betriebliche Effizienzpotentiale zu erkennen, datenbasierte Entscheidungen zu ermöglichen und bisher ungenutzte unternehmerische Chancen oder Verbesserungspotentiale auszuschöpfen.“ Auch andere Marktteilnehmer und Industriepartner möchte man nach seinen Worten unterstützen, eine tiefere Transparenz über Marktpotentiale und Produktfelddaten zu erlangen.

Bas Wintjes, Managing Director der Wagh B.V., ergänzt: „In den vergangenen Monaten haben wir unsere Tools auf die wichtigsten KPIs des Truck-, Trailer- und Busmarktes ausgerichtet. Dabei zeigt sich: Die Grundprinzipien bleiben unverändert – der Vergleich mit anderen ermöglicht es Werkstätten, bessere Ergebnisse zu erzielen.“ In der heutigen Zeit, in der es immer schwieriger werde, technische Fachkräfte zu finden, sei es wichtiger denn je, Werkstattmitarbeiter effizient zu unterstützen.

Weiterer Schritt zur Internationalisierung

Datenbasierte Predictive-Maintenance-Lösungen werden laut Wintjes in Zukunft eine zentrale Rolle spielen. Besonders wertvoll sei das Zusammenspiel von Herstellern, Großhändlern und Werkstätten: Ein starkes Daten-Ökosystem eröffne allen Beteiligten die Chance, ihre Performance messbar zu steigern. „Die Partnerschaft mit Knorr-Bremse ist ein wichtiger Schritt in der weiteren Internationalisierung der Wesp-Gruppe. Wir freuen uns darauf, die Marktkenntnisse von Knorr-Bremse mit unseren in der Praxis bewährten Tools zu kombinieren“, unterstreicht Wintjes.

Bleiben Sie immer einen Schritt voraus: Mit dem Newsletter von Parts & Service News erhalten Sie exklusive Branchen-Insights, aktuelle Marktentwicklungen und praxisnahe Tipps – einmal die Woche direkt in Ihr Postfach. Unter diesem Link jetzt kostenlos abonnieren!

Teile diesen Beitrag auf LinkedIn