Schaeffler ordnet Markenauftritt im Aftermarket neu

Die bekannten Produktmarken FAG, INA und LuK werden künftig stärker unter der Dachmarke Schaeffler zusammengeführt. Die schrittweise Umstellung beginnt im zweiten Quartal 2027.
Schaeffler führt seine Aftermarket-Marken unter einer einheitlichen Markenidentität zusammen. Foto: Schaeffler

Mit einer neuen Markenarchitektur will Schaeffler seinen Auftritt im freien Ersatzteilmarkt vereinheitlichen. Künftig soll die Unternehmensmarke Schaeffler stärker im Vordergrund stehen. Die etablierten Produktmarken FAG, INA und LuK treten ein Stück weit in den Hintergrund, bleiben aber weiterhin erhalten. Einen ersten Ausblick auf das neue Erscheinungsbild gab der Unternehmensbereich Vehicle Lifetime Solutions auf der Automechanika Frankfurt.

Den weltweiten Rollout will das Unternehmen im zweiten Quartal 2027 mit dem Aftermarket-Portfolio von FAG starten. Die entsprechenden Produkte erhalten ein neues Verpackungsdesign, bei dem der Name Schaeffler in den Mittelpunkt rückt. Damit will der Zulieferer die Bekanntheit und Wiedererkennbarkeit der etablierten Marken mit einem einheitlicheren Gesamtauftritt verbinden.

Hinter der Neuordnung steht nach Angaben des Unternehmens auch die zunehmende Komplexität des Reparaturmarktes. Werkstätten und Handelspartner würden heute verstärkt nach integrierten Reparaturlösungen statt nach einzelnen Komponenten suchen. Mit der Bündelung seines Aftermarket-Portfolios unter einer starken Marke möchte Schaeffler den Zugang zu einem umfassenden Ökosystem aus Produkten, Services und digitalen Angeboten vereinfachen.

Artikelnummern und Produkte bleiben unverändert

Für Teilehandel und Werkstätten soll die Umstellung zunächst vor allem optisch sichtbar werden. Produktqualität, Spezifikationen und Artikelnummern bleiben ebenso unverändert wie bestehende Vereinbarungen, Geschäftsprozesse und Online-Kataloge. Auch die Produktkennzeichnung bleibt bestehen: Die Markennamen FAG, LuK und INA werden weiterhin direkt auf den Metallkomponenten sichtbar sein.

Begleitend zur schrittweisen Einführung will Schaeffler seinen Vertriebspartnern und Werkstätten Schulungen und Vertriebsunterlagen zur Verfügung stellen. Werbemittel, Broschüren, digitale Inhalte und Materialien für den Point of Sale sollen künftig stärker auf die Dachmarke ausgerichtet werden. Zudem plant das Unternehmen weltweit ein einheitlicheres Produktbenennungskonzept.

Die komplette Umstellung wird sich über mehrere Jahre erstrecken. Wann INA und LuK auf den neuen Markenauftritt umgestellt werden, nennt Schaeffler bislang nicht. Für 2027 bleiben Produkte und Verpackungen dieser Marken zunächst unverändert.

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