SKF Automotive heißt künftig SKF Vertevo

Das Unternehmensziel der Muttergesellschaft SKF ist es, die neue Automobilausgliederung SKF Vertevo im vierten Quartal 2026 an der Nasdaq Stockholm zu notieren, vorausgesetzt, dass der Vorstand eine Ausschüttung und Börsennotierung des Automobilgeschäfts vorschlägt und die Aktionäre dem zustimmen.

Bild: SKF

Unterschiedliche Zielrichtungen

Bei vielen Unternehmen, die sowohl im Automotive als auch im Industriebereich tätig sind, war zumindest die vergangenen Jahrzehnte, bevor das Zulieferergeschäft ins Trudeln kam, das Automotive-Geschäft in der Regel deutlich größer als die Industrieanwendungen. Beim Wälzlager- und Antriebsspezialist SKF war es genau umgekehrt: Mit Wälzlagern, Riemen, Ketten, Dichtungen, Schmiertechnik die für den Betrieb von industriellen Fertigungsmaschinen benötigt werden, konnten bisher immer deutlich höhere Margen erzielt werden, zudem hat man dort eine wesentlich tiefergehende Wertschöpfung.

Im Automotivebereich bietet man im OE-Bereich die eigenen Kompetenzen im Antriebs- und (Wälz-)Lagerungsbereich an, während im Aftermarketsegment das Portfolio auch durch Zukäufe und Sortimentserweiterungen außerhalb des eigenen Kerngeschäftes angepasst wird, um attraktiver Partner für Werkstätten und Handel zu sein.

Die Unterschiede spiegeln sich auch entsprechend in den Geschäftszahlen wider: So wies das Unternehmen für 2023 einen Umsatz 6,9 Milliarden Euro und eine operative Marge von 15,4 Prozent für seine Industriesparte aus, während das Segment Automotive 2,8 Mrd. Euro Umsatz bei 5,6 Prozent Marge vermelden konnte. Auch in den Folgejahren 2024 (Industrie 15 %, Automotive 4,7 %) und 2025 (Industrie 15,5 %, Automotive 4,3 %) setzte sich der höhere Margentrend des Industriesegmentes fort.

Möchte die neue SKF Vertevo sicher am Markt positioniere. CEO Kerstin Enochsson
Bild: SKF

Neuer Name für Automotivesparte

Nach der Ankündigung wurde nun der offizielle Name kommuniziert. Rickard Gustafson, CEO des Mutterkonzers sagt dazu: „Die Ausgliederung unseres Automobilgeschäfts verläuft planmäßig. Heute markiert einen weiteren wichtigen Schritt auf diesem Weg und auf dem Weg zu einem eigenständigen Unternehmen, indem wir den Namen bekannt geben“

Kerstin Enochsson, CEO, SKF Automotive ergänzt: „Wir sind zwar ein eher kleiner Akteur in der Branche, aber wir wissen genau, was wir tun wollen.“

Die neue Marke tritt mit ebenfalls neuer Schriftart an, zumindest für den Namenszusatz
Bild: SKF

Der Name SKF Vertevo setzt sich laut den Schwerden aus zwei lateinischen Wörtern: „vertere“ für „wenden“ oder „verwandeln“, und „evo“, eine Abkürzung für „Evolution“.

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