
Das B2B-Geschäft von Autodoc ist in jüngster Zeit rasant gewachsen. So haben sich die Umsätze des Berliner Online-Teilehändlers mit professionellen Kunden im Geschäftsjahr 2025 auf über 140 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Allein in Frankreich setzte Autodoc Pro Waren im Wert von 100 Mio. Euro um. Umso überraschender ist nun eine Personalmeldung aus Frankreich. Franck Millet, der als Geschäftsführer der Autodoc France SAS und Europadirektor von Autodoc Pro das B2B-Geschäft maßgeblich vorangetrieben hat, hat das Unternehmen verlassen. Das berichtet das französische Aftermarket-Magazin „Décision Atelier“
Das Linkedin-Profil des Managers ist bereits auf „Offen für Jobangebote“ gestellt. Nach Aussage der Autodoc-Kommunikationsabteilung laufe der Geschäftsbetrieb in Frankreich und im übrigen Europa normal weiter. Die administrativen Aufgaben der französischen Tochtergesellschaft übernimmt bis auf Weiteres Maximilian von Schorlemer, Senior Vice President und General Counsel von Autodoc sowie Geschäftsführer von Autodoc France SAS.
Autodoc Pro startete in Frankreich im November 2022. Mittlerweile ist das Angebot in neun europäischen Märkten verfügbar, darunter Österreich, Belgien, Deutschland, Italien und die Niederlande. In Frankreich sind nach Unternehmensangaben bereits mehr als die Hälfte der freien Werkstätten an die Plattform angeschlossen. Lokale Drop-Shipping-Lösungen sollen eine schnellere Belieferung der Werkstätten ermöglichten.
Deutliches Umsatzwachstum im ersten Quartal
Unterdessen laufen die Geschäfte von Autodoc weiterhin wie geschmiert. Laut aktueller Pressemitteilung konnte der Onlinehändler seinen Wachstumskurs trotz der angespannten geopolitischen Lage und der Energiekrise in Europa im ersten Quartal 2026 fortsetzen. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 13,5 Prozent auf 484,9 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA legte um 16,1 Prozent auf 39,4 Mio. Euro zu. Die bereinigte EBITDA-Marge lag nach Angaben des Unternehmens bei 8,1 Prozent (Q1 2025: 7,9 Prozent).
„Wir profitieren vom steigenden Durchschnittsalter der europäischen Fahrzeugflotte und der Tatsache, dass immer mehr Endkunden und freie Werkstätten Teile vor dem Kauf online recherchieren und vergleichen“, erklärt Autodoc-CEO Dmitri Zadorojnii.
Erfolgreich verlaufen ist den Angaben zufolge auch der Start von Autodoc Marketplace. Nach dem Start in Frankreich wurde die neue Plattform für Drittanbieter im vergangenen Jahr auch in Deutschland, Österreich, Spanien, Italien, Portugal, die Benelux-Region und Großbritannien ausgeweitet. „Der Marketplace hat sich zu unserem schnellsten Treiber für die Katalog-Erweiterung entwickelt, in einer Geschwindigkeit, die allein mit Eigenlogistik nicht möglich wäre. Heute können wir über den Marketplace innerhalb von Tagen auf Markttrends reagieren“, unterstreicht Zadorojnii.



