
Die Select AG investiert in den Ausbau ihrer IT-Kapazitäten und setzt künftig stärker auf Künstliche Intelligenz. Mit einer gezielten KI-Offensive will die Einkaufskooperation wiederkehrende Aufgaben automatisieren, Personal entlasten und die Weiterentwicklung datenbasierter Dienstleistungen für Aktionäre und Lieferanten beschleunigen.
Ein erstes Einsatzfeld ist laut aktueller Pressemitteilung die Verarbeitung von Lieferantendaten. Diese treffen regelmäßig in unterschiedlichen Formaten ein und müssen vor der weiteren Nutzung geprüft, bereinigt und strukturiert werden. Haben diese Aufgaben bisher im Tagesgeschäft Ressourcen gebunden, sollen hier zukünftig KI-gestützte Systeme helfen. Die fachliche Kontrolle verbleibt jedoch weiterhin bei den Mitarbeitenden.
Fachliche Bewertung verbleibt beim Menschen
„Wir nutzen KI nicht als Selbstzweck, sondern dort, wo sie uns im operativen Alltag spürbar entlastet und die Qualität unserer Datenarbeit stärkt. Gleichzeitig bleibt die fachliche Bewertung beim Menschen. Gerade in einem Umfeld mit hoher Artikel- und Datenkomplexität ist Validierung entscheidend. Wir wollen noch schneller und besser werden“, erklärt Dennis Christ, COO der Select AG.
Perspektivisch plant die Kooperation, Künstliche Intelligenz auch für weitergehende Analysen ihres Datenbestands einzusetzen. Im Fokus stehen unter anderem Auswertungen zur Lagerbestückung, zur Bestelllogik und zu Sortimentsentscheidungen. Darüber hinaus sollen KI-gestützte Verkaufspreisempfehlungen entstehen, die standortspezifische Anforderungen der Aktionäre berücksichtigen, kündigt das Unternehmen an.
Zur Unterstützung der geplanten Projekte verstärkt die Select AG zudem ihre Kapazitäten in der Softwareentwicklung. Mit Vadim Trotno stößt ein Full-Stack-Entwickler mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung zum Unternehmen. Die personelle Erweiterung soll zusätzliche Redundanz schaffen, Abhängigkeiten reduzieren und die Weiterentwicklung der zentralen IT-Systeme absichern.




