
Der Automobilzulieferer überträgt damit seine langjährige Erfahrung mit NOx-Sensoren für Dieselmotoren auf die Verwendung in Ottomotoren. Hintergrund sind die steigenden Anforderungen durch die EU-7-Norm an die Emissionskontrolle, die eine permanente Kontrolle unter realen Fahrbedingungen und über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs voraussetzen
Kann Nach-Kat-Lambdasonde ersetzen
Beim Benziner misst der Sensor kontinuierlich die Stickoxidkonzentration im Abgas und liefert zusätzlich ein Lambda-Signal zur Bestimmung des Sauerstoffgehalts. Anhand beider Messgrößen lässt sich der Zustand des Abgases präzise erfassen. Die gewonnenen Daten können sowohl zur Überwachung der Emissionen als auch zur Regelung der Abgasnachbehandlung eingesetzt werden.
So können Fahrzeughersteller den NOx-Sensornutzen, um die Nach-Kat-Sonde zu ersetzen, da der Sensor ohnehin beide Signale liefert. In der Euro-7-Norm ist zudem festgehalten, dass Abgasreinigungssysteme und Sensore bis zu 10 Jahre oder 200.000 Kilometer halten müssen.
Je nach Systemarchitektur ermöglicht die Sensorlösung zudem eine Reduzierung der Katalysatorgröße und des benötigten Edelmetallanteils, da die Sonde eine feinere und genauere Reglung der Verbrennung möglich macht. Zusammen mit der eingesparten Nach-Kat-Sonde lassen sich so Kosten und Komplexität des Abgasnachbehandlungssystems verringern.
„Mit unseren NOx-Sensoren schaffen wir die notwendige Transparenz im Abgasstrang und unterstützen unsere Kunden bei der präzisen und zukunftssicheren Auslegung ihrer Systeme“, erklärt Leif Reinhold, Leiter des Unternehmensbereichs Powertrain Solutions bei Schaeffler.
Mit dem Serienanlauf baut Schaeffler sein Geschäft mit Sensorik weiter aus und positioniert sich als Zulieferer für die Emissionskontrolle künftiger Verbrennungsmotoren.
