
Nexus Automotive International und Meritor haben auf Nexus Heavy Duty Summit 2026 am 6. Oktober 2026 in Hannover ihre Absicht bekannt gegeben, eine strategische Partnerschaft im Bereich Nutzfahrzeugbremsen einzugehen. Die geplante Zusammenarbeit soll die EU-Mitgliedstaaten sowie Großbritannien umfassen.
Im Zuge der Kooperation soll das DR!VE+-Sortiment um Bremskomponenten für schwere Nutzfahrzeuge erweitert werden. Vorgesehen sind unter anderem Bremsbeläge, Bremsscheiben, Bremssättel, wiederaufbereitete Bremskomponenten sowie ergänzende Serviceteile. Die Produkte sollen über das europäische NEXUS-Netzwerk vertrieben werden.
Ausbau des Heavy-Duty-Geschäfts
Für NEXUS ist die geplante Partnerschaft ein wichtiger Schritt beim Ausbau der Eigenmarke DR!VE+ im Nutzfahrzeugsegment, stellen Bremskomponenten eine der Umsatzstärksten Produkte im Teilehandel dar.
Die Marke, die bisher hauptsächlich auf Pkw-Teile spezialisiert war, umfasst mittlerweile mehr als 11.500 Artikelnummern in verschiedenen Produktgruppen und wird nach Unternehmensangaben über mehr als 100 Nexus-Distributoren in 55 Ländern vertrieben.
Pascal Popis, CEO von SmartParts SA, sieht in Meritor einen geeigneten Partner für die Erweiterung des DR!VE+-Angebots. Der Einstieg in das Heavy-Duty-Segment sei bereits länger Bestandteil der Unternehmensstrategie gewesen.
Auch Meritor verspricht sich Vorteile von der Zusammenarbeit. Will Stumpf, General Manager CDBS Aftermarket Europe, der Ersatzteilsparte von Cummnis, ehemals Meritor, verweist Erstausrüstungserfahrung von Meritor und sieht Wachstumspotenzial mit der Reichweite des DR!VE+ Sortiments.
Fokus auf Werkstätten und Flottenbetreiber
Mit der geplanten Sortimentserweiterung wollen die Unternehmen insbesondere Nutzfahrzeugwerkstätten, Teilehändler und Flottenbetreiber ansprechen. Neben der Teileversorgung stehen technische Unterstützung, Fahrzeugverfügbarkeit und Werkstattproduktivität im Mittelpunkt.
Nexus und Meritor arbeiten derzeit an der endgültigen Ausgestaltung der Partnerschaft. Der Abschluss einer verbindlichen Vereinbarung sowie weitere Einzelheiten zur Markteinführung stehen derzeit noch aus.

