
Auf der IAA Transportation in Hannover hat Bosch seine Wachstumspläne für das Geschäft mit schweren Nutzfahrzeugen konkretisiert. Der Umsatz mit Technik für Lkw über sechs Tonnen soll von derzeit mehr als vier Milliarden Euro bis 2035 auf etwa das Doppelte steigen.
Rückenwind erwartet das Unternehmen vom vergleichsweise robusten Nutzfahrzeugmarkt. Für 2026 rechnet Bosch mit einem leichten Anstieg der weltweiten Lkw-Produktion um rund ein Prozent auf 3,3 Millionen Fahrzeuge. Bis Mitte der 2030er-Jahre könnte das Produktionsvolumen nach Einschätzung des Unternehmens auf rund vier Millionen Einheiten wachsen.
Elektrifizierung im Fokus
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Elektrifizierung. Nach Angaben von Bosch wird 2026 jeder dritte neu zugelassene batterieelektrische Lkw in Europa von E-Motoren und Invertern des Zulieferers angetrieben. Zudem hat Daimler Truck einen neuen Serienauftrag für elektrische Antriebskomponenten für den eActros vergeben.
Gleichzeitig setzt Bosch auf unterschiedliche Antriebstechnologien. Neben batterieelektrischen und Brennstoffzellen-Antrieben gehören Komponenten für Wasserstoff-Verbrennungsmotoren sowie weiterentwickelte Dieseleinspritzsysteme zum Portfolio. Letztere sollen die Fahrzeughersteller unter anderem bei der Erfüllung der Euro-7-Vorgaben unterstützen.
Ein weiteres Wachstumsfeld sind softwaredefinierte Nutzfahrzeuge und Fahrerassistenzsysteme. Neue Generationen von Kameras und Radarsensoren sollen 2027 auf den Markt kommen. Langfristiges Ziel ist auch im schweren Nutzfahrzeug das automatisierte Fahren nach Level 4.



