
Die Renault Deutschland AG hat kräftig in die Aftersales-Logistik investiert. Knapp ein Jahr nach dem ersten Spatenstich wurde am Standort Brühl ein neues Ersatzteillogistikzentrum feierlich eingeweiht. Mit dem Neubau reagiert der französische Hersteller laut eigenen Angaben auf steigende Anforderungen an Geschwindigkeit, Verfügbarkeit und Effizienz in der Ersatzteilversorgung. Das neue Zentrum mit einer Gesamtfläche von rund 24.000 Quadratmetern ersetzt ein in die Jahre gekommenes Lager aus den 1960er-Jahren.
Im Zentrum der neuen Anlage steht ein stark auf Automatisierung ausgelegtes Logistikkonzept. Rund 90 Robotersysteme sowie ein hochautomatisiertes Lager sorgen für eine deutlich hohe Leistungsfähigkeit. Moderne Technologien wie autonome Exotec-Skypod-Roboter übernehmen Lagerung, Kommissionierung und Versand von Ersatzteilen.
Die Teile kommen zu den Mitarbeitenden
Das sogenannte „Goods-to-person“-Prinzip sorgt dabei für einen grundlegenden Wechsel im Ablauf: Nicht mehr die Mitarbeitenden bewegen sich durch das Lager, sondern die Teile kommen direkt zu ihnen. Dies reduziert Wegezeiten, steigert die Ergonomie und erhöht gleichzeitig die Sicherheit am Arbeitsplatz. Mit einer Kapazität von bis zu 1.600 Behältern pro Stunde wird die Abwicklung insgesamt schneller und effizienterer.
Die umfassende Automatisierung im neuen Logistikzentrum soll auch die Versorgung von Handel und Werkstätten verbessern. So werden Bearbeitungs- und Lieferzeiten reduziert. Dementsprechend verkürzen sich auch die Bestellfristen. Nicht zuletzt soll sich die Verfügbarkeit von Ersatzteilen verbessern – mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Händlernetzes und die Kundenzufriedenheit.
Für die 140 Mitarbeitenden bringt das neue Logistikzentrum spürbare Verbesserungen: ergonomisch optimierte Arbeitsplätze, deutlich geringere körperliche Belastung sowie der Wegfall von Tätigkeiten in großer Höhe tragen zu mehr Sicherheit und Attraktivität der Arbeitsplätze bei.




