
Der Onlinehandel hat sich auch beim Kauf von Kfz-Ersatzteilen etabliert. Nach einer aktuellen Befragung von Dekra und dem Marktforschungsinstitut Ipsos haben 42 Prozent der Autobesitzer bereits Autoteile im Internet gekauft. Weitere elf Prozent können sich vorstellen, dies künftig zu tun. Damit zählt mehr als die Hälfte der Befragten zu den tatsächlichen oder potenziellen Onlinekäufern von Ersatzteilen.
Zweifel an der Qualität
Trotz der recht hohen Akzeptanz des Onlinekaufs ist das Vertrauen in die angebotenen Produkte begrenzt. Lediglich 36 Prozent der Befragten geben an, volles Vertrauen in online erhältliche Ersatzteile zu haben. 39 Prozent gehen davon aus, dass deren Qualität mit Teilen vergleichbar ist, die über eine Werkstatt bezogen werden.
Ein wichtiges Argument für den Kauf im Internet bleibt der Preis. 60 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass Kfz-Teile dort deutlich günstiger angeboten werden. Allerdings vergleichen nur 40 Prozent nach eigenen Angaben grundsätzlich die Preise.
Interessant für Werkstätten: 59 Prozent der Autobesitzer vertreten die Auffassung, dass Werkstätten auch selbst mitgebrachte Ersatzteile einbauen sollten. Dafür würden sie gegebenenfalls auch höhere Einbaukosten akzeptieren.

Dekra warnt bei sicherheitsrelevanten Teilen
Dekra-Geschäftsführer Jann Fehlauer sieht in den Ergebnissen einen Zielkonflikt zwischen dem Wunsch nach günstigen Onlineangeboten und der Unsicherheit hinsichtlich der Produktqualität. Denn nur die allerwenigsten Fahrzeughalter seien in der Lage, die Qualität selbst bestellter Teile zuverlässig einzuschätzen. Gerade bei sicherheitsrelevanten Bauteilen empfiehlt Dekra deshalb, keine unnötigen Risiken einzugehen.
Für die Studie befragte Ipsos im Auftrag von Dekra im Juni 2026 insgesamt 1.000 Autobesitzer in Deutschland, die selbst für Wartung und Reparatur ihres Fahrzeugs verantwortlich sind.



