
Nach mehreren Jahren relativer Stagnation stieg der Absatz von Elektroautos in Europa 2025 zuletzt wieder deutlich an. Mittlerweile entfallen 28 Prozent aller Neuwagenverkäufe auf elektrisch angetriebene Modelle. Für die Handelskooperation steht deshalb fest: Elektrofahrzeuge sind längst Realität und bereits heute auf den Straßen unterwegs. Sie erreichen zunehmend auch die freien Werkstätten.
ADAS gewinnt an Bedeutung
Point S International sieht darin erhebliche Wachstumschancen für den freien Servicemarkt und investiert gezielt in die Aus- und Weiterbildung seines Netzwerks. Dazu gehören europaweite Schulungsprogramme für Elektrofahrzeuge sowie die Qualifizierung im Bereich ADAS-Kalibrierung. Das Unternehmen möchte das größte qualifizierte und zertifizierte Netzwerk Europas für die Wartung von Elektrofahrzeugen aufbauen. Derzeit verfügen rund 1.000 Standorte über die entsprechende Ausstattung; diese Zahl soll mittelfristig erhöht werden.
Auch wenn Reparaturarbeiten an E-Fahrzeugen grundsätzlich seltener sind, führt die immer stärkere Vernetzung von Fahrerassistenzsystemen und hochentwickelter Klima- und Kühlungstechnik zu neuem Servicebedarf. So zieht etwa eine kleine Fahrwerksreparatur eine Rekalibrierung der Fahrerassistenzsysteme nach sich, um die entsprechende Verkehrssicherheit auch ohne Hand am Lenkrad zu gewährleisten. Sind die Betriebe entsprechend qualifiziert und ausgerüstet, besteht laut Point S hier deutliches Wachstumspotenzial für den freien Markt, da die Wartung der noch jungen Stromer zumeist in den Vertragswerkstätten der OEMs stattfindet.
Nach Einschätzung des Unternehmens wird die Fähigkeit, Elektrofahrzeuge und moderne Fahrerassistenzsysteme fachgerecht zu warten, zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für freie Werkstätten. Wer frühzeitig in Know-how und technische Ausstattung investiert, kann sich langfristige Wachstumspotenziale sichern.



