
Die Unternehmen des freien Kfz-Teilehandels blicken trotz der weiterhin schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auf ein überwiegend positives erstes Halbjahr 2026 zurück. Das geht aus der aktuellen Mitgliederbefragung des Gesamtverbands Autoteile-Handel (GVA) hervor. Fast drei Viertel der befragten Unternehmen erzielten demnach höhere Umsätze als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Dabei zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen der Einschätzung der allgemeinen Wirtschaftslage und der Situation im eigenen Markt. Mehr als 50 Prozent der GVA-Mitglieder bewerten die gesamtwirtschaftliche Lage Deutschlands im ersten Halbjahr 2026 als „schlecht“. Die Entwicklung im freien Automotive Aftermarket wird dagegen wesentlich positiver eingeschätzt.
So konnten fast 75 Prozent der befragten Unternehmen aus Handel und Industrie ihren Umsatz gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 steigern. Bei den Industrieunternehmen fiel der Anteil laut GVA noch etwas höher aus als im Handel. Die Erwartungen für das Gesamtjahr 2026 sind ähnlich positiv.
Freier Kfz-Teilehandel wächst um 4,2 Prozent
Nach Angaben des Verbands legte der freie Kfz-Teilehandel im ersten Halbjahr nominal um 4,2 Prozent zu. Dabei verlief die Entwicklung keineswegs gleichmäßig. Auf einen schwachen Jahresstart folgten laut GVA deutliche Nachholeffekte, die das anfängliche Minus mehr als ausgleichen konnten.
Unterstützt wird die Nachfrage nach Wartungs- und Reparaturleistungen durch die Entwicklung des Fahrzeugbestands. Der Fuhrpark in Deutschland wächst weiter und wird im Durchschnitt immer älter. Gleichzeitig bleibt das eigene Fahrzeug für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil ihrer alltäglichen Mobilität.
„Die Zahlen zum ersten Halbjahr 2026 zeigen, dass der freie Markt Mobilitätsgarant ist und bleibt. Millionen Menschen vertrauen täglich der Arbeit der Akteure des freien Marktes“, erklärt GVA-Präsident Thomas Vollmar. Der Verband werde sich deshalb weiterhin dafür einsetzen, dass Autofahrer bei Wartung und Reparatur von ihrer Wahlfreiheit profitieren können und somit nicht weiter belastet werden.



